Calm down - in 7 Schritten zu einem entspannteren Leben

8. März 2021 | Ganzheitlich schön
Inhalt:
1. Die größten Stressauslöser: Angst und schädliche Überzeugungen
2. Toxische Beziehungen
3. Ist dein Leben rund?
4. Multitasking ist out!
5. Mit Body & Mind Medizin gegen Stress
6. Den Stress wegatmen
7. Mit der Anti- Stress-Ernährung Energie gewinnen
Fazit


#1. Die größten Stressauslöser: Angst und schädliche Überzeugungen

Der Säbelzahntiger ist längst ausgestorben und Situationen, in denen unser Leben reell bedroht ist, sind heutzutage eher die Ausnahme. Den größten Stress erzeugen in unserer modernen Welt unsere eigenen negativen Gedanken und Glaubenssätze. Das was uns heute Stress macht, ist eigentlich das, was uns Angst macht. Der Zellbiologe Bruce Lipton beschreibt in seinem Buch „intelligente Zellen“, wie sich unsere Gedanken und Emotionen direkt auf unsere Zellen und letztendlich sogar auf unsere DNA auswirken.
In unserem Körper gibt es eine direkte Wechselbeziehung zwischen Gedanken, Emotionen und körperlichen Wohlbefinden. Wir sind, was wir denken und Angst ist in unserem heutigen Leben eine vorherrschende Energie mit einer starken emotionalen Ladung. Angst wird erzeugt aus einer tiefen Verunsicherung der Welt gegenüber. Wir leben heute in einer Welt von Angstmachern: Medien, Ärzte, Internet, Industrie und Wirtschaft nutzen das zu ihrem Vorteil aus. Ängstliche Menschen sind leicht zu manipulieren. Erzeugt man in der Werbung ständig Bilder mit unerreichbaren Schönheitsidealen, entsteht z.B. die Angst, nicht gut genug, schön genug, perfekt genug zu sein – ein Defizit, das sich leicht mit dem Kauf der beworbenen Produkte ausgleichen lässt...ein Teufelskreislauf.
Willst du weniger Stress haben, ist es essentiell wichtig, dass du dich deinen Ängsten und negativen Überzeugungen stellst und sie auflöst. Negative und ängstliche Gedanken verselbständigen sich und ziehen uns in eine Abwärtsspirale, wenn wir sie nicht stoppen:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
(Quelle: Jüdischer Talmud)


 1. Schritt: Analysiere deine Ängste – wovor habe ich Angst?
• Minderwertigkeit – die Angst, nicht gut genug, perfekt genug zu sein
• Leiden & Schmerz – Angst vor Krankheiten
• Angst davor, wirklich man selbst zu sein - was andere über mich denken könnten
• Angst davor, die Kontrolle zu verlieren


            2. Schritt: Hinterfrage:
• Ist dieser Gedanke wirklich wahr?
• Was kann mir im schlimmsten Fall passieren?


3. Schritt: Mach den Kompetenz-Recall
• Erinnere dich an drei schwierige Situationen in deinem Leben, die du gut gemeistert hast. Notiere dir dazu, welche deiner Eigenschaften dich gut durch diese Zeiten getragen haben, welche Menschen in deinem Umfeld dir zur Seite gestanden haben? Hatte diese Zeit vielleicht im Nachhinein noch etwas Positives – schreibe es auf. So machst du dir deine Stärken bewusst und fühlst dich gut gewappnet gegen die Herausforderungen des Lebens.

Buchtipp: „Diese verdammten Ängste“ von Ursula Karven mit DVD 24,99€


#2. Toxische Beziehungen – verbanne Energievampire aus deinem Leben

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit deines Lebens verbringst. Bewegst du dich hauptsächlich im Dunstkreis von Nörglern, Pessimisten und Schwarzmalern, wird diese Energie irgendwann auf dich abfärben. Umgib dich lieber mit Menschen, die Visionen haben, dich inspirieren, die an dich glauben – dir nicht erzählen was alles nicht geht und wie furchtbar die Welt ist. Suche die Gesellschaft von optimistischen Menschen, von denen du lernen und bei denen du dich mit positiver Energie aufladen kannst.

Bevor Du Dir selbst eine Depression attestiert, stelle sicher, dass Du nicht nur von Idioten umgeben bist.“ (Sigmund Freud)


#3. Ist Dein Leben rund?

Damit meine ich: Entspricht dir dein Leben voll und ganz? Der größte Stressor neben der Angst ist das Gefühl, ein Leben zu führen, dass im Außen und Innen nicht stimmig ist. Lebst du „DEIN“ Leben? Lebst du genau das Leben, das du dir wirklich wünschst? Ist dein Beruf deine Berufung oder eher die gut gemeinte Idee deiner Eltern? Ist dein Partner wirklich dein Lieblingsmensch oder eher die zweite Wahl? Bist du am richtigen Platz mit den richtigen Menschen in deinem Leben – oder lebst du einen Kompromiss?
Vielleicht denkst du jetzt: „Das Leben ist doch kein Wunschkonzert“. Da gebe ich dir auch Recht. Zu 100% kann man seine Wünsche nicht immer in die Realität umsetzen. Aber zumindest in den wichtigsten Bereichen deines Lebens – deinen Beziehungen und deiner Arbeit - solltest du das Gefühl haben, angekommen zu sein. Mache eine Bestandsaufnahme für dein Leben und verschaffe dir Klarheit:

Love it change it or leave it
      1. Stelle dir drei Fragen: Was brauche ich?
    Was will ich?
    Mit was und wem möchte ich meine Zeit verbringen?

2. Analysiere die verschiedenen Bereiche deines Lebens: Beruf, Partnerschaft, Familie, Freundschaften und Gesundheit.
Wie ist der Ist-Zustand in diesem Bereich? Bist du zufrieden? Was könntest du ändern, um zufriedener zu sein? Was willst du auf keinen Fall mehr?


#4. Multitasking ist out!

Du möchtest Zeit sparen und effizient arbeiten, indem du mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigst? Das ist keine gute Idee. Neueste Resultate aus der Gehirnforschung belegen, dass das durchschnittliche menschliche Gehirn maximal zwei Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. Und das kostet unser Gehirn schon eine Menge an Energie, weil es zwischen den beiden offenen Aufgaben ständig hin und her switchen muss. Unsere Konzentration und das Arbeitsergebnis leiden, wenn wir mehrfach parallel verschiedene Aufgaben bearbeiten wollen.
Fehler schleichen sich ein, weil unser Gehirn nicht mehr mitkommt. Unser Gedächtnis leidet. Außerdem triggert Multitasking unser Stresszentrum und fördert so Ängste und negative Gedanken.
Besser:
• schaffe Struktur – erstelle dir eine To-do-Liste mit den Aufgaben, die du nacheinander erledigen möchtest
• Setze Prioritäten: Was ist dringend und muss sofort erledigt werden, was kann warten
• Mach Pausen, damit du deine Energie wieder aufladen und kreativ sein kannst
• Schalt auch mal ab: dein Gehirn, dein Handy, den Fernseher etc. ….... so kannst du wieder bei dir selbst ankommen


#5. Body & Mind Medizin gegen Stress

Die Body & Mind- Medizin wurde 1970 in den USA entwickelt und basiert auf den Erkenntnissen der Stressforschung. Sie bietet sowohl einen naturheilkundlichen als auch einen wissenschaftlich fundierten Ansatz und berücksichtigt Körper, Geist und Seele als Einheit. Sie setzt sich zusammen aus verschiedenen Methoden und Verfahren wie Yoga, Qi Gong, Mediation, tiefer Bauchatmung und Visualisierungstechniken. Die Body & Mind Medizin ist nicht kompliziert und kein Hexenwerk. Suche dir ein oder zwei Methoden, die dich ansprechen. Bewusst und regelmäßig praktiziert helfen Sie dir dabei, dein Stress-System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, Stresshormone zu inaktivieren, Selbsterkenntnis zu gewinnen und Selbstliebe und Selbstfürsorge in die Tat umzusetzen.


6. Den Stress wegatmen

Wenn wir ängstlich oder gestresst sind wird unsere Atmung flach, gepresst und unregelmäßig. Unser Stresszentrum im Gehirn wird aktiviert. Atmung und Anspannung bzw. Entspannung sind untrennbar miteinander verknüpft. Durch richtiges Atmen können wir unser Gehirn wieder in den Entspannungsmodus umschalten. Täglich für zehn Minuten bewusst 4 Sekunden einatmen und 6 Sekunden ausatmen stimuliert den Vagusnerv (Entspannungsnerv), senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz. Wir werden ruhig, ausgeglichen und schlafen besser.


#7. Mit der Anti-Stress Ernährung neue Energie gewinnen

Unser Körper funktioniert nur so gut und hält Stress nur so gut aus, wie wir ihn mit Energie versorgen. Stell dir deinen Energiehaushalt doch einfach mal vor wie ein Bankkonto. Nur wenn genügend Geld auf deinem Bankkonto eingeht, kannst du auch etwas abheben. Mit positiven Gedanken, ausreichend erholsamen Schlaf, Bewegung in der Natur, einer guten natürlichen Ernährung und angenehmen sozialen Kontakten zahlst du auf dein Konto ein. Mit negativen Gedanken, Stress, unzureichenden Pausen und Ruhezeiten, Junkfood etc. hebst du davon ab.
Je mehr du auf dein Konto einzahlst, umso besser und energiegeladener wirst du dich fühlen und dein Leben meistern.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung liefert Energie und macht uns widerstandsfähig gegen Stress.
Reduziere den Anteil der Kohlehydrate in deiner Ernährung
Insulin stresst die Zellen. Wenn wir ständig Kohlenhydrate in Form von Süßigkeiten, Brot, Nudeln, Gebäck etc. essen, haben wir einen anhaltend hohen Insulinspiegel im Blut. Die Zellen sind irgendwann überfordert von dem Überangebot und machen zu. Hohe Insulinspiegel fördern die Entstehung von Bluthochdruck, Gicht und Diabetes. Du brauchst nicht auf Kohlehydrate zu verzichten, aber reduziere die Menge deutlich. Ausnahme: hin und wieder ein Stück dunkle Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil ist nicht nur erlaubt, sondern sogar gesund. Sie enthält Magnesium, Eisen, Kalzium, Beta Karotin, B1, B2, Niacin und Vitamin E. Außerdem enthält sie Anandamid einen Wirkstoff, der Angst und schlechte Stimmung im Gehirn blockiert.
Gemüse, Kräuter und Beerenobst – Antioxidantien reduzieren Zellstress
Je mehr Energie der Körper unter Stress produzieren muss, umso mehr freie Radikale fallen an. Antioxidantien aus Gemüse, Kräutern und vor allem aus Beerenobst neutralisieren diese. Deshalb sollten Brokkoli, Karotten, Paprika, Süßkartoffeln, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Granatäpfel regelmäßig auf deinem Speiseplan stehen.
Einen genauen Fahrplan für eine gesunde und darmfreundliche Ernährung findest du in der „Clean skin challenge“.


Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten und Ansätze, mit denen du  in deinem  Leben Stress  reduzieren und zu mehr Wohlbefinden und innerer Ausgeglichenheit gelangen kannst. Stress ist eine absolute Heilungsblockade. Stress fördert Entzündungen in unserem Körper und blockiert Verdauungs- und Entgiftungsvorgänge. Entspannung und Yoga können manchmal besser helfen als jede Creme.